Die Pizza hat eine lange Geschichte und uralte Vorfahren
Als es den Menschen gelungen war, aus den wild wachsenden Getreidesorten ertragreichere Vettern zu züchten, begannen sie, die ersten Fladen zu backen. Sie lernten die Körner zu Mehl zu zerstampfen und mit Wasser zu einem Teig zu verrühren. Der Teig wurde auf einem abgeflachten Stein verteilt, der vorher im Feuer erhitzt worden war.
Noch heute backen viele Naturvölker ihr Brot auf diese Weise. Aber zurück nach Italien: Bereits im Jahr 1000 v. Chr. berichten Geschichtsschreiber von einer Picea, einem würzig belegten Teigfladen. Die Geburtsstunde der uns bekannten Pizza schlug also irgendwann zwischen der grauen Frühzeit und dem 1. Jahrtausend v. Chr.
Diese Picea alias Pizza wurde belegt oder gefüllt, gebacken oder frittiert, so ist es auch heute noch in den verschiedenen Regionen Italiens üblich. |
Für die neapolitanischen Pizzabäcker steht jedoch fest: Die Wiege der Pizza steht in Neapel. Was wäre eine richtige Pizza ohne Tomaten? Und als die Tomate ihren Weg aus Amerika in die europäische Küche fand, waren es die Neapolitaner, welche die klassische Pizza kreierten. Und so werden Sie auch keine Pizza unter den Klassikern finden, die ohne Tomaten auskäme.
Inzwischen hat sich die Pizza jedoch selbstständig gemacht. Es gibt nicht nur Pizzavariationen, die auf Tomaten verzichten, die Pizza hat auch einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Unterstützt wurde dieser weltweite Triumph durch viele Pizzabäcker, die auswanderten und in anderen Ländern Ristoranti und Pizzarias gründeten. So bürgerte sie die Pizza in Amerika und Australien ein.
Auch zu uns fand die Pizza ihren Weg über die vielen italienischen Restaurants, die vor allem nach dem zweiten Weltkrieg bei uns eröffnet wurden.
Eine Pizza, die erstmals heutigen Vorstellungen entspricht, wurde sehr wahrscheinlich am 11. Juni 1889 in Neapel vom Pizzaiolo Raffaele Esposito von der Pizzeria Brandi hergestellt, der beauftragt worden war, König Umberto I. und seiner Frau Margherita eine Pizza zu servieren. Er belegte sie patriotisch mit Zutaten in den italienischen Nationalfarben: grünes Basilikum, weißer Mozzarella und rote Tomaten. Diese damals neuartige Kombination mit Käse ist bis heute die Grundlage zahlloser danach entstandener Pizza-Varianten. |
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